Schimrod-Blog


Liebe Leser, ich werde hier eine fiktive Geschichte über Schimrod
schreiben. Bitte stellen Sie Schimrod eine Frage, dann werde ich versuchen,
originelle Fragen in meine Geschichte einzuarbeiten. Die Fragen sollten so
gestellt werden: "Lieber Schimrod, ich habe folgendes Problem, es ist
so......... . Kannst Du mir helfen?" Die Fragen können genauso fiktiv sein
wie die Geschichte. Ich werde sie als eine Art Brainstorming benutzen, also
können sie durchaus die Story beeinflussen. Ich wünsche Ihnen beim Lesen
genauso viel Spass, wie ich ihn beim Schreiben habe.

5. April 2009

10. Nächtliche Gedanken

Abgelegt unter: Kann Schimrod helfen? — Tags:, , , — Gabi @ 11:04

Schimrod und Wagner nächtigten in Ermangelung einer Schlafgelegenheit unter einer Brücke. Das Abendessen hatten sie sich auf ähnliche Art und Weise besorgt wie zuvor in der Eisdiele. Schimrod schlief tief und fest, dieses ungewohnte Abenteuer verhalf ihm zu einem erschöpften Schlaf. Wagner selbst konnte nicht schlafen. Er saß wach neben Schimrod und studierte dessen Gesicht. Schimrod war nicht wie andere junge Männer. Er besaß eine einschüchternde Wildheit in seinem Blick. Sein Wesen hatte etwas Wildes an sich; ein Teil von ihm war ungezähmt und unzivilisiert geblieben. Es war so, als hielte er sich selber in Schach. Ja, so musste es gewesen sein, dachte Wagner, nur so konnte Schimrod ein solches Leben in einem Gebäckverkaufsstand ertragen haben. Wagner senkte nachdenklich den Blick. Schimrod war nicht von diesem kultivierten Wesen, das einem Menschen das Leben in der Gemeinschaft leichter machte. Er hatte kein Gefühl für Geben und Nehmen, keine Vorstellung, von den Konzessionen, die man zum Wohl der sozialen Sicherheit zu machen hatte. Deswegen konnte Schimrod auf dieser wohlgeordneten Welt nichts erreichen, er war zu anderen Dingen bestimmt.

Ja, dachte Wagner und lächelte insgeheim, du sollst wieder ein Herr und Krieger sein. Du wirst Schwierigkeiten haben, als einfacher Mensch durchzugehen, alle sehen, dass du anders bist. Ich sehne den Augenblick herbei, in dem wieder die Kraft eines Schwertes deinen Körper durchströmt, in dem dich wieder eine wilde Lust am Kampfe packt.

Im selben Augenblicke saß Guri Keller in seinem Turm vor dem Kamin, in dem ein Feuer prasselte. Er starrte in die Flammen und trank dazu gewürzten, heißen Wein. Noch immer konnte er die magischen Apparate von Merik nicht benutzen, sie entzogen sich in ihrer Komplexität seinem Geiste. Was Keller nicht wusste, war folgendes: Merik faltete die Apparate mehrfach in sich selber mit Hilfe von Magie. Da aber Keller der Magie nicht mächtig war, sondern sie mit Hilfe der Apparate erlernen wollte, war sein ganzes Bestreben nutzlos. Er konnte die Apparate nicht entfalten, ja, er wusste noch nicht einmal, dass sie gefaltet waren. Was Keller für eine absurde Komplexität hielt, war in Wahrheit eine komplizierte Verschlingung und Verknüpfung des Raumes.

Keller stand auf, um seine fruchtlosen Gedanken zu unterbrechen und ging zu dem magischen Spiegel, der in seinem Turmgemach hing. Dieser Spiegel war ähnlich störrisch wie die Apparate, jedoch besaß der Spiegel einen eigenen Willen, fast schon ein eigenes Wesen. Leider wollte der Spiegel Keller nicht zu Diensten sein und so zeigte er nicht das gewünschte an. Normalerweise sollte er jede Person darstellen, deren Namen vernehmlich gesagt wurde. Doch der Spiegel weigerte sich und zeigte stattdessen das Anlitz von Keller grotesk verzerrt, manchmal jedoch auch auf schmeichlerische Weise geschönt. Heute wieder erstrahlte Kellers Spiegelbild in strahlender Schönheit, die dunklen Haare waren auf atemberaubende Art gelockt, der sinnliche Mund wunderschön, vielleicht ein bisschen zu arrogant geschwungen, die Augen mit dichten Wimpern umkränzt. Mit einem Wort: Keller war schön.

Keller wand sich unzufrieden ab, obwohl er Schmeicheleien durchaus zugänglich war. Heute jedoch konnte nichts seine schlechte Laune bessern. Der Allesverschlinger weigerte sich, ihn, den mächtigen Guri Keller zu empfangen. ER wollte nichts von Kellers Plänen und Vorschlägen wissen, ja, ER holte ihn sogar nach Uträa zurück und schickte an seiner statt diesen unwichtigen Zschockalt! Dies war an Ignoranz kaum zu überbieten, dies spottete seiner überragenden Intelligenz, von seiner Schönheit nicht zu reden!


25. März 2009

7. Torziel Furin

Abgelegt unter: Kann Schimrod helfen? — Tags: — Gabi @ 17:19

Was weder Shylock noch Wagner, geschweige denn Schimrod wussten, Keller befand sich schon längst wieder in Uträa. Hinter dem Sumpf des Ostens, unweit des Totengräberpostens, befand sich die Burg Torziel Furin. Die Burg erhob sich auf einer schroffen Felsspitze, so als sei sie aus ihr emporgewachsen. Die Schildmauer war annähernd 3 Mann hoch und der Bergfried überragte alles andere auf imposante Art und Weise.

Keller bewohnte mit 150 Männern, die ihm mehr oder weniger treu ergeben waren, Torziel Furin. Er selbst wohnte nicht im Palas, sondern im Bergfried ganz oben, wo er eine herrliche Aussicht auf das Wesrin-Tal hatte.

Zur Burg gelangte man nur über einen gewundenen Pfad längs der Flanke des Berges. Nur 2 Mann nebeneinander hatten auf dem Pfad Platz, Reiter mussten sich hintereinander den Berg hoch schlängeln.

Einst gehörte die Burg dem Magier Merik. Wo Merik sich aufhielt und warum er die Burg verwaist zurückließ, darüber zerbrachen sich die Erzmagier den Kopf. An einen Tod von Merik wollte niemand glauben, hätten die Magier doch sonst ein Zeichen erhalten. Wie Keller an die Burg gelangt war, das allerdings war ein Mysterium. Nun war es zu spät, etwas daran zu ändern, Torziel Furin galt als uneinnehmbar. Kellers Ambitionen beschränkten sich nicht nur auf territoriale Interessen, nein, er war auch an der Magie außerordentlich interessiert. Diverse magische Apparaturen, zurückgelassen von Merik, beanspruchten einen großen Teil seiner Aufmerksamkeit. Bisher war es ihm nicht gelungen, den Verwendungszweck oder gar die Funktionsweise zu ergründen. Er hatte allerdings einen Plan: Sollte es ihm gelingen, eine bestimmte Person gefangen zu nehmen an der der Allesverschlinger interessiert war, müsste es ein leichtes sein, bestimmte Informationen aus dem Munde des Allesverschlingers zu erhalten. Eben solche Informationen, die dieser ihm bisher immer verweigerte.


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